Ich steh auf der Brücke,

schau’ hinunter und denke,

das hier ist die Lösung,

einen Schritt und sie ist da.

 

Nie wieder müsste ich,

ihn sehen,

an ihn denken.

 

Aber ist es nicht krank?

Warum soll ich springen?

Er ist Schuld.

 

Doch dann geb’ ich mir die Schuld,

wenn ich springe,

brauch’ ich nicht mehr denken.

 

Ich zieh’ mir die Jacke aus,

leg’ sie neben mich

und kletter auf’s Geländer.

 

Ich stehe da,

fühl’ mich frei,

wie ein Vogel,

nur noch ein Schritt,

ein kleiner Schritt.

 

Da kommen mir

Bilder,

Geräusche,

Gefühle in den Sinn.

 

Meine Freunde,

wie sie lachten

und wie sie weinen.

Ich, wie ich daneben steh’,

als wär ich nicht dabei.

 

Plötzlich begreife ich,

sie weinen,

um mich,

weil ich gesprungen bin.

 

Sie wollen es nicht glauben.

 

Und ich kann nur noch denken,

es ist es nicht wert,

nein.

Er ist es nicht wert, ich gehe einen Schritt zurück und denke

kein Mensch ist es wert,

dass du dein Leben wegwirfst.

30.6.07 20:38

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